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Tanz ist vor allem für Jugendliche ein reizendes Hobby


Unter Tanz versteht man rhythmische Körperbewegung, meist von Musik begleitet, im übertragenen Sinn auch die zu einem Tanz gespielte Musik. Eine ständische Tanzkultur entwickelte sich im 13. Jahrhundert an den Fürstenhöfen. Ihre Formen waren der gruppenweise getanzte Reigen und der ihm oft vorangestellte Einzelpaartanz. Die vokalen und instrumentalen Gattungen Rondeau, Ballade und Ballata sowie die vornehmlich instrumentale Estampie gehen darauf zurück. Der musikalische Vortrag durch den Spielmann bestand dabei bis ins 15. Jahrhundert in der improvisierten Auszierung einer Gerüststimme oder deren Umspielung durch mehrere Instrumente.

Tanz und Tanzmusik stehen in unmittelbarer Beziehung zu einander


Bereits die frühesten Aufzeichnungen von Tanzmusik im 13./14. Jahrhundert belegen die paarweise Verknüpfung eines geradtaktigen mit einem ungeradtaktigen Tanz, die sich dann im Gesellschaftstanz des 15./16. Jahrhunderts in der Aufeinanderfolge von langsamem Schreittanz (Basse Danse, Passamezzo, Pavane) und schnellem, gesprungenem Nachtanz (Saltarello, Tourdion, Gaillarde) durchsetzte.

Beim Tanz wird in verschiedenen Stilrichtungen unterschieden...


Mit der Scheidung von Volkstanz und höfisch-aristokratischem Gesellschaftstanz seit dem 15. Jahrhundert entwickelte Letzterer eine Vielfalt von Paartänzen. – Im 17. Jahrhundert erhielt das am französischen Hof neu eingeführte, von Berufstänzern unterstützte und bald ausschließlich von ihnen getragene Ballet de Cour größte Bedeutung; es markiert den Beginn des Kunsttanzes. – Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert kamen der deutsche Tanz und der Ländler, aus denen der Walzer entstand, in Mode, ferner Polka, Mazurka, Rheinländer, Galopp und die französischen Gruppentänze Polonaise, Ecossaise und Française. Diese Gesellschaftstänze wurden zum großen Teil auch in der Kunstmusik heimisch, ebenso die stilisierten Volkstänze Csárdás, Krakowiak, Furiant, Bolero, Tarantella und Fandango. Im kompositorischen Schaffen von J. Haydn, W. A. Mozart, L. van Beethoven, F. Schubert, F. Chopin, F. Liszt, B. Smetana, J. Brahms, A. Dvořák, L. Janáček, I. Albéniz, M. Ravel, M. de Falla, B. Bartók, Z. Kodály nimmt der Instrumentaltanz einen wichtigen Platz ein.